Dauerausstellungen

Durch alle Stockwerke:

1. Eingangsbereich

Gleich zu Beginn des Museumsbesuches kann sich der Gast an einem der wenigen Bilder Gustaf Gründgens erfreuen: “Das Kavalierhaus seines Gutes in Zeesen bei Berlin” malte der Regisseur, Schauspieler und Intendant etwa 1935/36 und schenkte es Erich Zacharias, einem jüdischen Freund und Mitarbeiter, der nach Chile emigrierte. Dieser vererbte das Bild in Santiago de Chile an Frau Leonie Goldberg. Nach deren Ableben schenkte ihr Ehemann Gerhard W. Goldberg dieses Werk dem Museum Rade.

2. Erdgeschoss

 hier werden stets wechselnde Ausstellungen gezeigt. Aktuelle Informationen finden Sie unter “Wechselausstellungen”.

3. Souterrain

Naive Kunst- international

“Alles was wahr ist, ist nicht naiv, aber alles was naiv ist, ist wahr, von einer reizvollen, originellen Naivität”. (Denis Diderot)

Je mehr sich Rolf Italiaander mit der Volkskunst in Übersee beschäftigte, desto mehr faszinierte ihn auch die naive Malerei in Europa, die teils auch in den Bereich der Volkskunst gehört, besonders wenn sie sich volkskundlicher Themen annimmt.

p1000135

Manfred Söhl: “Moby Dick und die Elbe”

 

Schon lange bevor das Sammeln von Naiven populär wurde, hatte Italiaander eine umfangreiche Kollektion zusammengetragen. Werke von Curt und Willi Mühlenhaupt, Nikifor, Louis Vivin, Hector Trotin, Jan van Weert und vielen anderen kann das Museum Rade daher heute sein eigen nennen.

Norddeutscher Künstlertreff – Hommage an die “Hamburgische Secession”

Die Hamburger Secession entstand 1919 aus der geistigen Unruhe jener Jahre, aus einer allgemeinen Aufbruchstimmung, dem Gefühl eines Neuanfangs, das Künstler erfasst hatte, vor allem aber als spezielle Reaktion auf die Hamburger Verhältnisse, auf eine für Künstler total unbefriedigende Lage. Sie ist ohne Programm angetreten, sie hat keinen Gruppenstil proklamiert, sondern Künstlern den Freiraum geschaffen, um ihren Personalstil zu entfalten. Um im Museum Rade möglichst viele Aspekte der zeitgenössischen Kunst zu zeigen, wurde beschlossen, einstigen Mitgliedern der Hamburgischen Secession einen eigenen Raum zu widmen. Hier finden sich bemerkenswerte Werke norddeutscher Künstler: u.a. Emil Maetzel, Karl Kluth, Ivo Hauptmann, Fritz Kronenberg, Eduard Bagheer und Wilhelm Grimm.

4. Treppenhaus

Die Blumentreppe

Wohl bei allen Völkern der Erde werden Blumen geliebt und verehrt, gemalt und bedichtet. Blumen gelten als etwas unbestreitbar Schönes, Edles, Anmutiges, Beglückendes. Auch deshalb werden Blumen verschenkt.

“Der Kolibri küßt die Blume” frohlockten die Azteken. Die Chinesen philosophieren: “Die Blumen des eigenen Gartens duften nicht so stark wie die wilden Blumen, dafür halten sie länger”. Die Niederländer meinen, die Blumen gehören überhaupt zum Schönsten der Schöpfung.

Rolf Italiaander liebte Blumen und Blüten, daher hat er Blumenbilder in aller Welt gesammelt.  Eine Auswahl dieser Werke wurde im Treppenhaus aller Stockwerke dieses Hauses aufgehängt.

Afrika-Nische im Treppenhaus                         p1000111

In mehr als 30 Büchern hat sich Rolf Italiaander zu afrikanischen Themen geäußert. In mehreren überseeischen Ländern unterrichtete er afrikanische Geschichte und Kultur. In dieser Nische werden einige Beispiele afrikanischer Holzschnitzkunst und neuer Malerei gezeigt. Im Zentrum eine Nimba aus Guinea. Die Statue (Höhe 118 cm) wird als Beschützerin der Dörfer der Baga verehrt und symbolisiert die Fruchtbarkeit.

5. Erste Etage

Quer durch die Amerikas und die Karibik – von den Eskimos bis zu den Haitianern

schloss-061

Bruce Brice: “So amüsieren wir uns in New Orleans

Ein zwangloser Querschnitt mit Werken aus Nord-, Mittel- und Südamerika: So ist z.B. die Kunst Naiver aus Brasilien, wie aus Guatemala, Peru, Mexiko und den USA. In Alaska ruhte Rolf Italiaander nicht eher, bis er malende Eskimos entdeckt hatte, die ihr eigenes Leben darstellten.

Asiatisches Kaleidoskop

Das gesamte Asien ist überreich an kulturellen Manifestationen. Allerdings sind sie so verschiedenartig, ja partiell kontrovers, wie die Rassen und Religionen auf diesem großen Kontinent.  Hier können aus der Asien-Sammlung wiederum nur Beispiele gezeigt werden, die auch am Ort ihres Entstehens vom Stifter Rolf Italiaander gesammelt worden sind.Vertreten sind unter anderem Inder, Iraner, Japaner, Vietnamesen.  Ein besonderer Schwerpunkt bildet Kunst aus Indonesien, hier überwiegend von der Insel Bali.

bald geht es weiter …